Fit & munter in Riesa.
„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Was schon Philosoph Schopenhauer wusste, wird in Riesa gelebt. Unsere Bürgerinnen und Bürger machen Gebrauch von einem weit gespannten Auffangnetz an Ärzten und Praxen und haben mit dem Elblandklinikum ein modernes und leistungsfähiges fachbereichsübergreifendes Gesundheitszentrum vor Ort.
Gesundheitstipp
Wie zyklusbewusstes Arbeiten das Wohlbefinden fördern kann
Auf den ersten Blick hat der Zyklus nicht viel mit dem Job zu tun. Aber viele Frauen spüren, wie sich im Laufe des Monats Konzentration und Energie verändern – und oft steckt der Zyklus dahinter: Rund um die Menstruation ist vieles anstrengender, bis zu 90 Prozent der Frauen leiden im Laufe ihres Lebens an Regelschmerzen, Krämpfen, Müdigkeit, Migräne oder Rückenschmerzen. In anderen Zyklusphasen hingegen fällt das Arbeiten leicht, die Ideen sprudeln, die Energie ist auf dem Höhepunkt. Das ist keine Einbildung: Laut einer Studie vergrößert sich das Volumen des Hippocampus im weiblichen Gehirn rund um den Eisprung, wenn der Östrogenspiegel hoch ist. Der Hippocampus ist jener Teil des Gehirns, der mit Gedächtnisleistung in Verbindung gebracht wird.
Wie sehr der Zyklus den Alltag beeinflusst, ist individuell: Manche Frauen spüren kaum etwas und auch wer hormonell verhütet, ist seltener betroffen. Andere leiden jeden Monat unter starken Symptomen und gehen trotzdem zur Arbeit.
Cycle Syncing
Das Arbeitsleben etwas an den Zyklus anzupassen, ist das sogenannte „Cycle Syncing“. Das Ziel: starke Phasen besser nutzen und sich in anderen weniger abverlangen. Zwar kann niemand sein Berufsleben beliebig nach dem Zyklus planen, aber wer seine Zyklusphasen kennt, kann seine Kräfte besser einteilen. Dafür sollten Sie zunächst Ihren Zyklus beobachten: Notieren Sie Periode sowie Energielevel, Schmerzen und Stimmung. Nach drei bis vier Monaten lassen sich oft klare Muster erkennen.
Die vier Zyklusphasen
1. Der Zyklus startet mit dem ersten Tag der Menstruation: Der Hormonspiegel (Östrogen und Progesteron) ist auf dem Tiefpunkt. Das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug ist höher. Seien Sie achtsam mit sich, Stress und Leistungsdruck können Beschwerden verstärken. Ausgleich schaffen Spaziergänge, Meditations- und Achtsamkeitsübungen sowie viel Schlaf. Wenn Ihr Job es zulässt, arbeiten Sie zuhause, um Reize zu reduzieren. Der Job fordert Sie über das normale Maß hinaus? Gestalten Sie Ihre Freizeit umso entspannter, um Energie für die Arbeit zu sparen.
2. Nach der Periode steigt der Östrogenspiegel in der Aufbauphase an, in der sogenannten „Follikelphase“ kehrt die Energie zurück; viele Frauen fühlen sich wieder stärker und kreativer. Die ideale Zeit, um neue Projekte zu planen, komplexe Aufgaben anzugehen oder Schulungen, Teamsitzungen oder kreative Brainstormings umzusetzen.
3. Zum Eisprung hin, etwa am 14. Zyklustag, erreicht das Östrogen sein Maximum, das luteinisierende Hormon (LH) wird ausgeschüttet: In der Ovulationsphase sind viele Frauen auf ihrem Leistungshoch, fühlen sich selbstbewusst, energiegeladen und rhetorisch stark – jetzt ist ein guter Zeitpunkt für wichtige Präsentationen oder Verhandlungen, für die volle Konzentration und Präsenz gefragt sind.
4. Nach dem Eisprung sinken die Östrogenwerte. Die erste Hälfte der Lutealphase ist oft noch produktiv, jetzt sind administrative Aufgaben ideal. Gegen Ende können prämenstruelle Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Traurigkeit auftreten. Der Körper braucht jetzt viel Ruhe: Planen Sie mehrere kleine Pausen an der frischen Luft ein, nutzen Sie, falls möglich, Ruheräume und verzichten Sie auf Koffein.
Sie fühlen sich während des gesamten Zyklus und trotz Menstruation topfit? Nutzen Sie diese Energie! Zyklusgerechtes Arbeiten bedeutet vor allem, auf seinen eigenen Körper zu hören – und jede Frau ist anders.
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