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Sachsenfonds-Gelder: Pausitzer Straße als Startprojekt

| Baugeschehen

Mit der Erneuerung des Belages auf der Pausitzer Straße zwischen Robert-Koch-Straße und Karl-Marx-Hof will Riesa schnellstmöglich sein Investitionspaket mit Geldern aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes beginnen. Baustart soll bereits im September sein. Der mit 750.000 Euro kalkulierte Ausbau ist in einer Liste der bis 2028 geplanten Maßnahmen aufgeführt, die der Stadtrat Ende Mai beschlossen hat.

Das Sondervermögen steht im Freistaat unter dem Titel „Sachsenfonds“ zur Verfügung und wird anteilig neben den Landkreisen und kreisfreien Städten auch auf die kreisangehörigen Kommunen aufgeteilt. Demnach erhält Riesa in zwölf Jahren bis 2036 rund 8,54 Millionen Euro aus diesem „Topf“. Im Förderzeitraum bis 2028 steht mit knapp 2,85 Mio. Euro das erste Drittel dieser Summe zur Verfügung.

Nach intensiven Beratungen in der Stadtverwaltung sowie mit den Stadträten wurde neben der Pausitzer Straße eine weitere Baumaßnahe ins Konzept aufgenommen. Die Robert-Koch-Straße soll im nächsten Jahr zwischen Lutherplatz und Beethovenstraße für rund 400.000 Euro ebenfalls in einen besseren Zustand versetzt werden.

Den größten Anteil der ersten Sachsenfonds-Rate nimmt die Turnhalle der 3. Grundschule ein. Ihr Neubau ist nicht Bestandteil der derzeitigen großen Schulsanierung: Die Stadt wird deshalb für einen Neubau der Marke „modern, aber ohne Schnickschnack“ Fördermittel über das Programm „Schulinfra“ beantragen. Der dafür nötige Eigenanteil von ca. 1,75 Mio. Euro soll wiederum aus dem „Sachsenfonds“ bestritten werden. „Wenn wir das Sondervermögen in dieser Form als Eigenanteil nutzen, erreichen wir sogar noch einen größeren Effekt für unsere Stadt“, so Oberbürgermeister Marco Müller. Ob die Gelder wie gewünscht fließen können, entscheidet sich Anfang 2027.

Um das Vorhaben Pausitzer Straße aber noch früher umzusetzen, wird der Riesaer Stadtrat in seiner Sitzung am 1. Juli über außerplanmäßige Auszahlungen befinden. Die Stadt würde damit in finanzielle Vorleistung gehen, weil die Auszahlung der Sachsenfonds-Gelder erst später erfolgt. Die neue Asphaltdecke soll jedoch schon im November befahrbar sein.