Riesaer Sommerbühne: 20 Jahre Leidenschaft im Ehrenamt
Popstar DJ Bobo und die Ehrlich Brothers zogen gerade rund 20.000 Menschen in die WT Arena. Neben diesen Großereignissen lebt Riesas Kultur aber auch von regionalen Protagonisten – und zwar auf sehr gutem Niveau: Am 4. Juni startet die Sommerbühne in ihre 20. Saison. Am ersten Donnerstag jedes Monats sind im Klosterinnenhof Musik, Comedy und diesmal sogar Zauberei zu erleben.
Den Auftakt am 4. Juni bestreitet traditionell die Elbland Philharmonie Sachsen mit sommerlichen Werken mehrerer Komponisten von Glinka bis Rossini und Tschaikowsky. Am 2. Juli zieht die Sommerbühne ausnahmsweise auf den Rathausplatz und bringt am Vorabend des Stadtfestes den Chor des Heisenberg-Gymnasiums, das Orchester „Rondo piccolo“ und die Crazy Ties BigBand auf die dort schon aufgebaute Bühne. Am 6. August haben vormittags die Ferienkinder bei der Kinder-Sommerbühne im Mitmachprogramm mit „KESS“ viel zu singen und zu lachen.
Abends wird‘s magisch: „The Black Magics“ bieten eine große Illusions-Show. Zuvor ist Monika Sagan aus Glogau mit klassischem Liedgut zu erleben. Mit Beiträgen aus Riesas Partnerstädten haben die Organisatoren den Fokus immer wieder auch in die Welt gerichtet. Ansonsten gilt der Blick jedoch heimischer Kultur auf hohem Niveau. Das Finale am 3. September bestreiten die „Wazungu-Drummers“ der Förderschule, „Sachsenkind Friedelinde“ mit viel Comedy und die Sommerbühnen-Band. Aus verschiedenen Riesaer Musikern anderer Bands gebildet, hat sich diese Formation längst einen Namen gemacht und sorgt für den poppig-rockigen Ausklang.
Zwanzig Jahre Sommerbühne bieten natürlich auch Gelegenheit zur Bilanz: Im Innenhof zwischen Sparkasse und Hauptstraße fing alles an, seit langem ist der Klosterhof Auftrittsort. Mehr als 20.000 Besucher plus 5.000 Kinder bei den Vormittagsveranstaltungen wurden bestens unterhalten, bei Eintrittspreisen von höchstens fünf Euro. „Alle Beteiligten dürfen auf diese 20 Jahre sehr stolz sein“, würdigte Oberbürgermeister Marco Müller die ehrenamtlichen Organisatoren. „Wir haben eine Marke entwickelt“, so Jürgen Gläsel vom Organisationsteam. „Wir müssen in Riesa nicht mehr erklären, was wir machen – und wir können die Künstler inzwischen auch auswählen.“
Die Reihe entsteht ohne Fördermittel, ist nur dank treuer Sponsoren und eines ebenso treuen Publikums machbar. „Es hat noch nie jemand gesagt: Das geht nicht!“ lobt Kurt Hähnichen den hohen Anspruch der Beteiligten (viele davon im Foto zu sehen). „Hier wird eine Riesenarbeit voller positiver Energie geleistet“, so Markus Ziron von der Volksbank Riesa, der in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen hat.
Eintrittskarten (5 Euro) gibt es in der RIESA Information und an der Abendkasse. Außer am 2. Juli finden alle Shows im Klosterhof statt, bei schlechtem Wetter in der Stadthalle „stern“.