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Riesa offiziell zur Hochschulstadt ernannt

| Bildung

Riesa darf sich jetzt offiziell Hochschulstadt nennen. Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer übergab bei einer offiziellen Feierstunde die Ernennungsurkunde sowie ein symbolisches Ortsschild an Oberbürgermeister Marco Müller. Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung des Hochschulstandorts Riesa für die Fachkräfteentwicklung, die regionale Wertschöpfung und verschiedene Zukunftsbranchen, gerade im Kontext der Energiewende. 

Die Grundlage dieses Titels bildet der Campus Riesa der Dualen Hochschule Sachsen (DHSN), einer von sieben Standorten der DHSN im Freistaat, die aus der Berufsakademie Sachsen hervorgegangen ist. Deren Vorläufer in unserer Stadt bildete wiederum die einstige Ingenieurschule für Walzwerk- und Hüttentechnik, in der schon seit den 1950er Jahren Fachleute ausgebildet wurden.

Ministerpräsident Kretschmer hob die Rolle der DHSN als praxisnahen Bildungs- und Innovationspartner sowie als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft hervor: „Die Duale Hochschule leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Entwicklung – insbesondere in den sächsischen Mittelzentren“, sagte er.

„Der Namenszusatz besitzt überregionale Signalwirkung und wertet das Image unserer Stadt eindeutig auf“, erklärte Oberbürgermeister Marco Müller. Der Stadtrat hatte vor einem Jahr den Antrag auf den Titel befürwortet und wird auch über die mögliche Installation echter Ortsschilder mit dem Zusatz „Hochschulstadt Riesa“ befinden.

Am Campus Riesa werden die Studienrichtungen Maschinenbau, Energie- und Gebäudetechnik, Umwelt-, Chemie- und Strahlentechnik, Biotechnologie, Handelsmanagement und E-Commerce sowie Event- und Sportmanagement gelehrt. Rund 450 Studenten sind immatrikuliert, die den praktischen Teil der Ausbildung bei mehr als 300 Praxispartnern absolvieren. Die Vermittlungsquote nach dem Studienabschluss liegt bei mehr als 90 Prozent. Die Stadt Riesa sieht die DHSN als enorm wichtig für die Fachkräftesicherung der regionalen Wirtschaft. Zudem arbeitet die Hochschule mit örtlichen Bildungseinrichtungen zusammen und kooperiert eng mit verschiedenen Unternehmen.