Richtfest der Feuerwache: Nägel und ein kreativer Kranz
Die Wachgruppe 3 der Hauptwache der Riesaer Feuerwehr scheint für besonders originelle Ideen gut zu sein. Für das Richtfest an der neuen Feuerwache hatten die Kameraden einen ganz besonderen Richtkranz kreiert: Eine Konstruktion aus Schläuchen, Seilen und Feuerwehrhelmen wurde zum feierlichen Anlass am 20. März nach oben gezogen und kündet nun von der nächsten erfolgreich abgeschlossenen Etappe des Neubaus an der Klötzerstraße.
Neben dem Kranz gehörten auch der Richtspruch von Richard Raue, Geschäftsführer des ausführenden Unternehmens Raue Bauunternehmung GmbH und das traditionell auf den Boden geworfenen Sektglas, dessen Scherben Glück für den Bau bringen sollen, dazu.
Beim Einschlagen der symbolischen letzten Nägel in den Balken bewiesen Landrat Ralf Hänsel, Oberbürgermeister Marco Müller, Stadtwehrleiter Robert Gudat und Stadtteilwehrleiter Raphael Jantos - nun ja, differenzierte handwerkliche Qualitäten. Den erfolgreichen Weiterbau werden zwei krumme Nägel aber nicht behindern. Der genaue Eröffnungstermin ist wegen einiger witterungsbedingter Verzögerungen im Winter noch nicht exakt absehbar, soll aber im Spätsommer oder frühen Herbst dieses Jahres liegen. Der Finanzrahmen des Projektes umfasst rund 15 Millionen Euro.
Das neue Gebäude wird sowohl die Hauptwache mit den hauptamtlich angestellten Riesaer Feuerwehrleuten beherbergen als auch der neue Standort der Freiwilligen Feuerwehr Riesa-Stadt sein. Die Stadtteilwehr ist derzeit noch im veralteten Gebäude an der Pausitzer Straße beheimatet. Die neue Wache erhält zehn Stellplätze für Fahrzeuge, aber auch bessere Möglichkeiten für Ausbildungsmaßnahmen, Simulationen und die Führungstätigkeit als bisher. „Alles in allem werden wir viele Ressourcen deutlich effizienter nutzen können“, sagte Stadtwehrleiter Robert Gudat. Er dankte allen Verantwortungsträgern für das Bekenntnis zur Feuerwehr, das sich in diesem Neubau ausdrücke.
Riesas Oberbürgermeister Marco Müller schloss sich dem mit Blick auf die politischen Entscheider in Stadt, Kreis und Land, aber auch auf die ausführenden Unternehmen an, die bisher sehr gut zusammenwirken. An „der schönsten Baustelle der Stadt“ erkenne man eindrucksvoll, was die Gesellschaft leisten kann, wenn alle konstruktiv im Sinne der Sache tätig sind, so Müller. „Diese Entschlusskraft und diesen Gemeinsinn wünsche ich uns allen auch für andere kommunalpolitische, wirtschaftliche oder soziale Herausforderungen!“
Die Bedeutung der neuen Feuerwache reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus: „Als Stützpunktfeuerwehr ist sie für die gesamte Region und die Sicherheit im Nordwestteil des Landkreises sehr wichtig“, betonte Landrat Ralf Hänsel. Mit dem Tanklöschfahrzeug und der Drehleiter leistet Riesa außerdem zahlreiche Einsätze im gesamten Landkreis und darüber hinaus. Nicht zuletzt bildet die Wehr einen wesentlichen Faktor im überregionalen Katastrophenschutz.
Zu den beiden vorhandenen Fahrzeugen für diesen Bereich – erst kürzlich wurde der neue Einsatzleitwagen ELW 2 übergeben – soll noch eine „Mobile Messleitkomponente“ vor allem für Gefahrguteinsätze mit chemischen, biologischen und radiologischen Stoffen hinzukommen, finanziert vom Land Sachsen, dieses Fahrzeug soll aber in Weida stationiert werden. In der neuen Feuerwache an der Klötzerstraße wird jetzt mit Hochdruck innen ausgebaut und installiert, damit Kameraden samt Technik bald umziehen können.