Reifenwerker spenden für Spielpark am Elblandklinikum
Sie hätten auch Süßigkeiten, etwas Schmackhaftes zu essen und ein paar Spielzeuge beschaffen können, aber stattdessen entstehe nun etwas Dauerhaftes und Langlebiges, freute sich Falk Möbius. Seit drei Jahren organisiert er im Riesaer Goodyear-Reifenwerk Spenden für den guten Zweck. Darüber durften sich bereits die Bewohner des Obdachlosenheimes freuen, diesmal kommt das gesammelte Geld erkrankten oder verletzten Kindern zugute, die im Elblandklinikum Riesa behandelt werden müssen. Für sie soll im Außenbereich des Krankenhauses ein kleiner Spielpark entstehen. „Insgesamt haben 134 Leute aus unserer Produktion tolle 2.600 Euro gespendet“, erklärte Möbius, als er gemeinsam mit seiner Kollegin Nicole Hentschel den Scheck an die Klinikverwaltung überreichte.
„Wir sind begeistert und haben schnell eine Idee gesucht, dieses Geld sinnvoll einzusetzen“, so André Gubsch, Verwaltungsdirektor des Elblandklinikums Riesa. Ein gut ausgestattetes Spielzimmer ist auf der Kinderstation bereits vorhanden, die erhebliche Spendensumme erlaube ein größeres Projekt. So ist man auf Anregung von Chefärztin Kristin Baumgart auf den Spielpark gekommen.
Aber können Kinder, die im Krankenhaus liegen, überhaupt auf einen Spielplatz? „Sofern sie nicht einen ansteckenden Infekt oder offene Brüche haben, ist das durchaus möglich“, erklärt Oberärztin Dr. Cornelia Wenschuh von der Kinderstation. Die Station organisiere dann wie im Spielzimmer auch die Aufsicht. Außerdem kommen viele Kinder nur zu einem Untersuchungstermin und können hier die Wartezeit überbrücken. Und natürlich ist der Spielpark auch für jene Kinder gedacht, die zu Besuch bei erkrankten Verwandten sind und mal für einige Zeit draußen spielen möchten, wenn sich drin die Erwachsenen unterhalten
Der Spielpark werde jedoch kein „Tobeland“, so André Gubsch. „Wir haben Geräte ausgewählt, die einfach nutzbar sind und bei denen kein hoher Lärmpegel entsteht.“ Der Park wird in den kommenden Monaten schrittweise entstehen, den Aufbau übernimmt die Allgemeine Grundstücks- und Verwaltungs GmbH (AGV). Dank einer Spende des Sternenkinder e.V. wird auch die notwendige Abgrenzung der Spieloase zu den umliegenden Straßen finanziert. „Eine entsprechende Hecke ist aus Sicherheitsgründen natürlich notwendig“, so André Haupt von der AGV. Mit entsprechenden Plaketten sollen auch die Spenderinnen und Spender aus dem Reifenwerk gewürdigt werden.