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Geschichte und Literatur - Stadt würdigt Ehrenamtliche

| Leben in Riesa

Der deutschlandweite Tag des Ehrenamtes ist der 5. Dezember. Weil er im Adventstrubel aber immer etwas unterzugehen droht, lädt die Stadt Riesa verdiente Ehrenamtliche seit einigen Jahren stets in den ersten Januartagen zu einer Veranstaltung ein, bei der die Engagierten mal nicht für andere da sind, sondern selbst im Mittelpunkt stehen. Bei Übungsleitern, Rettungskräften, Selbsthilfegruppen und vielen anderen Menschen, die sich für andere starkmachen, wird diese Würdigung immer wieder freudig registriert.

Das galt auch für die Frauen und Männer, die sich vor allem der Kultur und der Geschichte verschrieben haben: Der Museumsverein Riesa und die Bücherfreunde Riesa schmoren jedoch nicht etwa im „eigenen Saft“, sondern widmen sich in ihrer Vereinsarbeit auch der Vermittlung von Historie und Literatur an andere, insbesondere an die junge Generation. So unterstützt der Museumsverein das Team des Stadtmuseums bei zahlreichen Aktionen für Kinder und Jugendliche. 

Die Bücherfreunde, die im Vorjahr ihr 20. Vereinsjubiläum begingen, sind beim jährlichen Buchsommer in der Kinder- und Jugendbibliothek maßgeblich engagiert. Zudem sind einige Mitglieder als „Lese-Eulen“ beim Vorlesen in Kindereinrichtungen und Grundschulen unterwegs. „Viele Kinder bekommen leider nicht mehr vorgelesen, sondern werden vor dem Tablet oder Handy geparkt“, so Oberbürgermeister Marco Müller beim Empfang für die Ehrenamtler im Sportzentrum „Olympia“. „Hier leisten die Bücherfreunde wichtige Arbeit, um sie an das Lesen und die Literatur heranzuführen.“ 

Aber natürlich sind beide Vereine für alle Generationen aktiv: Auch in Senioreneinrichtungen wird vorgelesen, der Museumsverein ist Mit-Organisator bekannter Veranstaltungen wie dem Kaffeeklatsch und den beliebten Mondscheinführungen. „Vor allem die Arbeit unseres Hauses am Poppitzer Platz mit seinen öffentlichen Einrichtungen wäre ohne Ihre Unterstützung und Ihre engagierte Vereinsarbeit in diesem Umfang und in dieser Vielfalt gar nicht umsetzbar“, würdigte der Oberbürgermeister die ehrenamtliche Arbeit, bevor es zum Bowling-Vergnügen und zum gemeinsamen Essen ging.