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Ferienzeit ist Lesezeit – Buchsommer eröffnet

| Kultur

Eine Schlange sehr junger Menschen – ergänzt um einige Muttis und Vatis – zog sich am letzten Juni-Dienstag durchs Haus am Poppitzer Platz. Die Frage einer Besucherin „Was is’n da los?“ lässt sich schnell beantworten: Der Buchsommer ist los! Gleich zum Start wollten viele Mädchen und Jungen dabei sein, um die begehrtesten Bücher aus den extra gekennzeichneten Regalen zu greifen. 

Allen Unkenrufen und Smartphone-Technologien zum Trotz wissen nach wie vor viele Jugendliche gute Bücher zu schätzen. Und weil die Kinder- und Jugendbibliothek extra für den Buchsommer neue Literatur beschafft, sind die Neugier und der Ansturm besonders groß. „Wir müssen die Ausleihe auf zwei Bücher pro Person begrenzen, damit über die Ferien hinweg mehrere Kinder und Jugendliche die begehrten Werke lesen können“, so Bibliotheksleiterin Susan Bazylak. Am 21. August ist letzter Abgabetermin, eine Verlängerung nicht möglich. Hunderte neue Bücher sind natürlich nur dank vieler Unterstützer finanzierbar: die Rotarier und die Energiegesellschaft Riesa sind seit langem dabei, weitere Unternehmen engagieren sich ebenfalls für das Lesevergnügen der Kinder.

Seit dem Start 2011 ist die Riesaer Einrichtung bei der vom Sächsischen Bibliotheksverband initiierten Aktion dabei und hat sie noch um die „Riesaer Lesemäuse“ ergänzt. Damit werden neben den Elf- bis Sechzehnjährigen auch Leseanfänger zwischen 7 und 10 Jahren motiviert, mindestens zwei Bücher zu lesen. Für die Größeren sind wenigstens drei Bücher Pflicht, um das begehrte Zertifikat zu bekommen. Eine Jury aus ehrenamtlich tätigen Literaturfans, meist Mitglieder der Bücherfreunde Riesa, fragt stichprobenartig einige Inhalte der Bücher ab, um zu prüfen, dass sie wirklich gelesen wurden. Bei 163 schon vor dem Start angemeldeten Teilnehmern – am Eröffnungstag wurden bereits weitere Kinder registriert – gibt es da gut zu tun, wenigstens 300 Teilnehmer werden erwartet. Lesen macht eben unverändert riesigen Spaß.