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Denkmalschutz-Förderung für Elbland Kunsthalle

| Kultur

Unumwunden bekannte Dr. Steffen Klengel: „Ich bin ganz happy!“ Der Grund: Gleich 50 000 Euro stehen auf dem symbolischen Scheck, der kürzlich dem Vorsitzenden des Vereins Elbland Kunsthalle MUSKATOR e.V. und seinem Team überreicht wurde. 

Wie wichtig es ist, markante Bauwerke wie das Muskator-Werk im Zentrum einer Stadt für kommende Generationen zu erhalten und zu beleben, betonte Gert Jubisch als Überbringer des Fördervertrags von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Kerstin Waschke verwies auf die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stiftung und freute sich, dass sie als Vertreterin von Sachsenlotto dem engagierten Kunstverein mit Erlösen aus der Glücksspirale unter die Arme greifen kann. „Ohne diese Mittel“, so Dr. Klengel, „kämen wir hier nicht voran. Es ist einfach großartig, was unter Beteiligung so vieler in nur zwei Jahren entstanden ist. Zur kürzlichen Ausstellungseröffnung von ´Zinnober` mit Bildern des Malerinnennetzwerks Berlin - Leipzig hatten wir 300 Gäste. Und durch die gleichzeitig stattfindende ibug gingen dann nochmal an die 6.000 Besucher durch diese Ausstellung!“ 

Ist ein so ambitioniertes Projekt wie die Elbland Kunsthalle erst ins Rollen gekommen, drängen sich Win-Win-Effekte förmlich auf: Sei es, dass Sighart Gille dem Verein nach seiner letzten, viel beachteten Ausstellung eine seiner Skulpturen als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat; sei es, dass ibug-Künstler im Öltanklager unter der Terrasse eine „Kunstscaterbahn“ angelegt haben. Beim Blick in dieses Öltanklager wird klar: Genau hier wird das Geld gebraucht – für neue Fenster und eine dichte Decke, durch die es nicht mehr hereinregnet. Dr. Klengel und seine Mitstreiter haben schon ihre erweiterte Ausstellungshalle vor Augen, diverse Veranstaltungen oder auch Klanginstallationen. Vielleicht auch mal, so Steffen Klengel, ein Scaterfestival…?

Für Mitte Oktober, kündigt Denkmalschutz-Ortskurator Gert Jubisch an, hat sich in der Kunsthalle erneut besonderer Besuch angekündigt: Vertreter der Baudenkmalstiftung Nachkriegsmoderne werden sich erstmals vor Ort umsehen - und schon jetzt steht fest, dass auch dank ihrer Hilfe die bevorstehenden Arbeiten am einstigen Heizhauskomplex der Muskatorwerke finanziert werden können. Auf diese Weise sehen Gäste der Elbland Kunsthalle bei ihrem Besuch immer gleich Zweierlei: Zum einen hochkarätige moderne Kunst, zum anderen peu à peu die bemerkenswerte Verwandlung dieser einzigartigen Riesaer Industrie-Brache.