Bahnknoten Riesa: Umbau soll 2029 starten
Die Deutsche Bahn (DB) hat den Ausbau des Abschnitts Zeithain–Leckwitz der Ausbaustrecke Leipzig–Dresden abgeschlossen. Das Projektteam hat beide Gleise modernisiert und die Bahnübergänge Bahnhofstraße und Poststraße in Glaubitz durch Eisenbahnbrücken ersetzt. Die Haltepunkte Glaubitz und Nünchritz wurden modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Circa 6,5 Kilometer neue Lärmschutzwände reduzieren die Verkehrsgeräusche. Zusätzliche Weichen sorgen für mehr Flexibilität im Bahnbetrieb.
„Wir wollen die Fahrzeit von ursprünglich mehr als 90 Minuten zwischen den beiden größten sächsischen Städten auf deutlich unter eine Stunde verkürzen“, so Lars Enzmann, Gesamtprojektleiter der DB InfraGO für den Ausbau Leipzig–Dresden. Durch zusätzliche Gleise, mehr Weichenverbindungen und neue Leit- und Sicherungstechnik schaffe man zudem mehr Kapazität, damit mehr Züge auf der Strecke fahren können. 2028 folgt im Abschnitt Zeithain–Leckwitz die Ausrüstung mit dem Europäischen Zugbeeinflussungssystem „European Train Control System“ (ETCS). Damit können Züge hier mit bis zu 200 km/h fahren.
Im Jahr 2029 sollen die Arbeiten für die Modernisierung des Bahnknotens Riesa starten, dem vorletzten Abschnitt des Ausbaus. In Riesa bringt die DB InfraGO unter anderem den Bahnhof und die Gleisanlagen auf den neuesten Stand. Im Bereich Röderau/Zeithain wird ein drittes Gleis errichtet und die Gleislage optimiert.
Der Ausbau der 117 km langen Strecke Leipzig–Dresden gehört zum Programm S3 zur strukturellen Sanierung des DB-Konzerns. Dabei steht die Verbesserung des bestehenden Netzes im Fokus. Ziel ist, dass die DB wieder pünktlicher, verlässlicher und profitabler wird. Langfristig sollen dadurch die Zahl der Fahrgäste und der Marktanteil der klimafreundlichen Bahn deutlich gesteigert werden. Weitere Informationen zum Bauprojekt sind unter https://www.leipzig-dresden.de zu finden.
Info: DB