B 169: Ausgrabungen in mehreren Abschnitten
Mitte August haben im südlichen Teilabschnitt der geplanten Verlegung der B 169 zwischen der Bundesstraße 6 und Salbitz archäologische Arbeiten begonnen. Sie gehören zum insgesamt 7,8 Kilometer langen 3. Bauabschnitt. Auf rund 20 Grabungsflächen sind mehrere Grabungsteams aktiv, um die bei der Vorsondierung festgestellten Befunde freizulegen und zu sichern.
Damit werde die nächste Grabungsstufe zur Sicherung und Bergung der festgestellten Funde umgesetzt, teilte das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) mit. Die Region ist aufgrund ihrer fruchtbaren Böden und der langen Siedlungsgeschichte besonders fundreich.
Der aktuelle Abschnitt erstreckt sich von der bestehenden B 169 bei Salbitz bis zur Kreisstraße 8946. Die Arbeiten bilden den nächsten Schritt zur vollständigen Abarbeitung der Grabungsstufe 2 entlang der geplanten Trasse. Für den Verkehr auf der B 169 haben die Arbeiten keine Auswirkungen.
Bereits seit Mai sind Archäologen im Nordabschnitt zwischen Bloßwitz und der B 6 aktiv. Insgesamt 18 Archäologinnen und Archäologen arbeiten in mehreren Teams. Dabei wurden in sechs größeren Bereichen die oberen 10 bis 30 Zentimeter des Bodens, die sogenannte humose Oberbodenschicht, streifenförmig abgetragen, die Funde sorgfältig freigelegt, dokumentiert und geborgen. Die Grabungen im Nordabschnitt sollen planmäßig im September abgeschlossen werden. Die Kosten belaufen sich für diesen Abschnitt auf rund 300.000 Euro und werden durch die Bundesrepublik Deutschland finanziert.
Die Ausschreibungen für die Hauptbauleistungen des neuen B169-Abschnitts sollen in den kommenden Monaten erfolgen, um im 1. Halbjahr 2027 beginnen zu können. Das erste Baulos umfasst den Erd-, Brücken- und Straßenbau im Bereich Salbitz. Das zweite Los betrifft den Bereich zwischen Raitzen und der B 6. Es beinhaltet Erd- und Brückenbau sowie den Bau der kommunalen Straße zwischen Reppen-Hahnefeld und Bloßwitz.