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Auszubildende pflegen Grab des Stahlwerk-Gründers

| Wirtschaft

Sieben Auszubildende von FERALPI STAHL haben vor einigen Tagen auf dem Inneren Neustädter Friedhof in Dresden das Grab von Heinrich von Schönberg (1818–1850) gepflegt – dem Begründer der Stahlindustrie in Riesa. 

Die Auszubildenden gruben die Grabfläche um, entfernten Unkraut und schnitten das umliegende Grün zurück, um das historische Grabmal wieder in würdigem Zustand erscheinen zu lassen. Der Arbeitseinsatz war Teil einer bewussten Auseinandersetzung mit der Geschichte des Riesaer Stahlstandorts. 

Die Ursprünge der Stahlproduktion in Riesa reichen bis ins Jahr 1843 zurück, als die Brüder Heinrich und Alexander Schönberg auf Gröbaer Flur ein Eisenwerk gründeten. Damit legten sie den Grundstein für eine industrielle Entwicklung, die die Stadt bis heute prägt. 

Feralpis General Manager Uwe Reinecke hält die Beschäftigung mit der Historie des Unternehmens für sehr bedeutsam: „Es ist uns wichtig, dass unsere Auszubildenden sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen und darin auch Vorbilder für sich erkennen. Die Pflege des Grabes von Heinrich von Schönberg ist ein Zeichen unseres Respekts für diesen mutigen Unternehmer, der den Stahl nach Riesa brachte und damit die industrielle Tradition unserer Stadt mitbegründete und bedeutend prägte.“ Das Unternehmen sieht die Initiative als Teil einer werteorientierten Ausbildung, die neben Fachwissen auch historisches Bewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung vermittelt.

Auch darüber hinaus setzen sich viele Riesaer dafür ein, das Andenken an Heinrich von Schönberg zu bewahren: Engagierte Einwohner, der Museumsverein Riesa, die Stadtverwaltung, die Sparkasse Meißen und FERALPI STAHL haben auf Initiative von Gunter Spies bereits Spendengelder zur Verfügung gestellt, um den Grabstein zu restaurieren. Außerdem soll eine Replik der historischen Grabplatte ermöglicht werden, die dann einen würdigen Platz auf dem Feralpi-Werksgelände erhält. 

Info: Feralpi


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