5. Laufmeile: Teilnehmerrekord und Wattestäbchen
Am Freitag gingen die Zahlen durch die Decke: „Allein am Tag vor der Veranstaltung haben wir nochmals mehr als 200 Anmeldungen erhalten“, resümierte Katja Hänchen am Rande der Riesaer Laufmeile. Die Geschäftsführerin des Sportclubs Riesa zeigte sich begeistert, dass der Lauftreff bei seiner 5. Auflage erneut eine tolle Resonanz bei Sportlern aus der gesamten Region erfuhr. Der späte „Boom“ trieb das Meldeergebnis letztlich auf 547 Starterinnen und Starter aller Altersgruppen, die sich am Sonnabend auf die drei Strecken begaben – neuer Teilnehmerrekord!
Bei bestem Wetter vollzogen die Kinder den spritzigen Auftakt und flitzten beim Bambini-Lauf 600 Meter über die Hauptstraße. Ob allein oder mit Hilfe von Mutti oder Vati, alle kämpften sich tapfer ins Ziel. Über eine Meile (1,6 km) und den großen Fünf-Meilen-Lauf (8 km) waren neben den Läuferinnen und Läufern auch insgesamt 36 Aktive im Nordic Walking dabei.
Umrahmt wurde der Vormittag von verschiedenen Präsentationen auf dem Rathausplatz: Beim Kreissportbund konnte man sich in sportlicher Geschicklichkeit versuchen und bei den SC Riesa Baskets auf den Korb zielen. Die Jugendfeuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz warben um Nachwuchs, das Sprachcafé war ebenso vertreten wie mehrere Sponsoren. Erstmals hatte der SC Riesa den Sporthöhepunkt eigenständig organisiert und erhielt von allen Seiten viel Lob für die Organisation und das Engagement der rund 30 freiwilligen Helfer.
Auf spezieller Werbetour befanden sich einige Damen vom SC Riesa und der Kindertagesstätte „Bärenfreunde“: Sie konnten insgesamt 70 Sportler und Besucher überzeugen, sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zu registrieren. Nach einem Wangenabstrich mit Wattestäbchen können die Beteiligten nun als potenzielle Spender von Stammzellen in Frage kommen und damit weltweit Menschen helfen, die an Leukämie erkrankt sind.
Auslöser der Aktion waren die Fälle des fünfjährigen Otto aus Jahnatal und von Marlon aus Strehla, bei denen der bösartige Blutkrebs diagnostiziert wurde. Der zweieinhalbjährige Marlon besucht die Kita „Bärenfreunde“, wo seine Mutti als Erzieherin arbeitet. „Für sie hat sich das Leben natürlich komplett geändert. Deshalb suchen wir nicht nur Stammzellspender, sondern sammeln auch Geld, um die Familie zu unterstützen“, erklärte Kitaleiterin Koren Kunze. Hoffnung geben auch in schwieriger Zeit – das passte dann wieder zur optimistischen Stimmung während der gesamten Laufmeile.